Wie sinnvoll ist eine Haaranalyse bei Haarausfall?



Eine Haaranalyse gibt einen gewissen Aufschluss über den Gesundheitszustand eines Menschen. Über den Blutkreislauf gelangen körperfremde Substanzen in die Haarwurzel und werden schließlich in den Haaren eingelagert. Selbst nach Monaten können diese noch festgestellt werden und geben Auskunft über Umweltbelastungen sowie den Mineralhaushalt des Menschen.

Im Gegensatz zu einer Blutanalyse ist eine Haaranalyse keine Momentaufnahme. Beispielsweise kann über eine Haaranalyse festgestellt werden, ob der Mensch in den letzten Monaten Schwermetalle, wie beispielsweise Quecksilber oder Blei, aufgenommen hat. Als eine weitere mögliche Ursache für Haarausfall kommen außerdem noch die Stoffe Arsen, Selen und Linolsäure sein, aber auch Tabak kann zu einem Verlust von Haaren führen.
Haare zeigen auch, wie sich ein Mensch ernährt und mögliche Mängel lassen sich erkennen, zum Beispiel ist Zink für das Wachstum der Haare essenziell. Aufgrund dessen lassen sich mögliche Ursachen für Haarprobleme ausfindig machen, wie Haarausfall. Von einem Haarausfall ist erst die Rede, wenn mehr als 100 Haare am Tag ausfallen.

Für die Haaranalyse eignen sich nur unbehandelte Haare, die nicht gefärbt wurden und keine Dauerwelle haben. Die Haare sollten mindestens drei Zentimeter lang sein und direkt an der Haarwurzel abgeschnitten werden. Für die Haaranalyse müssen ca. 250 g Haare geopfert werden, was einen Esslöffel entspricht.

Auskunft gibt die Haaranalyse über ca. 30 verschiedene Spurenelemente und Mineralien sowie Schwermetalle. Zu berücksichtigen sind darüber hinaus auch die Lebensumstände des Menschen, wie seine Umwelt, sein Arbeitsplatz, mögliche Medikamente. Nicht alle Stoffe, die in Haaren nachgewiesen werden, muss ein Mensch über seinen Organismus aufgenommen haben. Ist dies der Fall, ist es völlig unbedenklich und bedarf keiner weiteren Schritte. Daher muss genau unterschieden werden, wie die Stoffe in die Haare gelangt sind. Eine Ernährungsumstellung ist beispielsweise bei Mängeln notwendig, denn nur eine ausgewogene Ernährung kann das Wachstum der Haare optimal unterstützen. Wird in der Haaranalyse ein Mangel festgestellt, kann dieser eventuell mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden, welches das Wachstum fördert und dem Haarausfall entgegenwirkt. Neben Zink sind auch Biotin und Folsäure wichtig für das Haarwachstum und kann zusätzlich eingenommen werden.

Haare verraten demnach vieles über die Gewohnheiten des Menschen und geben auch noch Monate später eine zuverlässige Auskunft.
Jedoch ist nach einer Haaranalyse eine professionelle und kompetente Beratung sinnvoll. Nur dann werden die Ergebnisse richtig gedeutet und umgesetzt.

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